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Montag, 28. Mai 2012

Teil 28

Unsere undankbare Mutter!
Unsere undankbare Mutter!

Eva hatte alles und noch mehr als das, wovon alle Frauen der Welt träumen;

1)   Einen Ehemann, der sie wirklich gefeiert hat...  
(1.Mose 2:23) Da sagte der Mensch: Diese endlich ist Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch; diese soll      Männin heißen, denn vom Mann ist sie gekommen.
(Elberfelder)

2)   Gottes Gegenwart und Freundschaft… Gott hatte sich mit ihnen sogar in der Kühle des Tages getroffen.
3) Ihr gehörte die Welt…
(1.Mose 1:26) Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen in unserem Bild, uns ähnlich! Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über
das Vieh und über die ganze Erde und über alle kriechenden Tiere, die auf der Erde kriechen! (Elberfelder)

4) Sie musste keinen Mangel leiden…
(1.Mose 2:9) Und Gott, der HERR, ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen, begehrenswert anzusehen und gut zur Nahrung, und den Baum des Lebens in der Mitte des
Gartens, und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.
(1.Mose 2:11) Der Name des ersten ist Pischon; der fließt um das ganze Land Hawila, wo das Gold ist; (Elberfelder)
5) Es gab keine schlechten Nachrichten… Kein Tod, keine Krankheit, keine Flut oder Naturkatastrophen, selbst Viren und Bakterien waren „freundlich“, es gab keinen Streit
überhaupt. Alles war harmonisch.
6) Ihr war als einzige Frau die Gelegenheit und das Privileg gegeben, die Rolle einer „schmerzlosen“ Mutter übernehmen zu können - vor dem Sündenfall.


Wieso konnte sich eine so gesegnete und geehrte Frau von Satans Lüge täuschen lassen, sodass sie glaubte, noch mehr haben zu müssen und gegen Gott, der ihr all das oben aufgeführte und noch mehr als das gegeben hatte, rebellieren zu müssen?
Ich glaube, dass sie gefallen ist, weil sie undankbar war. Wenn Eva sich Zeit genommen hätte, über Gottes Güte nachzudenken, Ihn anzubeten und Ihm zu danken für all das, was Er ihr gegeben hatte, dann, so glaube ich, hätte sie Satan im Moment der Verführung eine bessere Antwort zu liefern gewusst. Sie hätte womöglich etwas wie … „Geh hinter mich, Satan! Gott hat mir einen wunderbaren Ehemann, einen wunderschönen Garten etc. geschenkt und mir als Mutter aller Menschen einen einzigartigen Platz in der Geschichte gegeben und ich werde nicht gegen Gott rebellieren!“

Aber ihre Antwort offenbart…

(1.Mose 3:2-3) Da sagte die Frau zur Schlange: Von den Früchten der Bäume des Gartens essen wir; aber von den Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt: Ihr sollt nicht davon essen und sollt sie nicht berühren, damit ihr nicht sterbt! (Elberfelder)

... Für Eva war Gott demnach ein “Regel-Aufsteller” und nicht der Schöpfer oder der Versorger, der Er eigentlich war. Als der Teufel Gott als „nicht gut“ beschuldigte, hat Eva Gott nicht verteidigt!

Es ist egal, was ein Mensch hat. Sobald jemand ein undankbares Herz hat, sieht er/sie nur, was er/sie nicht hat und wird für das, was er/sie hat, blind bleiben.

Eine ältere deutsche Frau hier aus Immenstadt hat mit Lydiah über einen vergangenen Strandurlaub in Mombasa (Kenia) geredet. Sie erzählte, dass sie einen Freund besuchte, der ein Strandhaus am Indischen Ozean hatte. Sie beschrieb den Ort als wunderschön und das Wasser des Ozeans als herrlich und schloss ihre Erzählung mit der Aussage, dass es die beste Zeit ihres ganzen Lebens war.
Hier in Deutschland muss ich für die Wohnung jeden Monat durchschnittlich 300 Euro zusätzlich zur normalen Miete allein für Strom und Heizung bezahlen. Das ist kein Luxus, sondern ein Grundbedürfnis, weil wir die kalten Wintermonate überleben müssen. Natürlich muss ich zudem noch einen ungefähr gleich großen Teil des Geldes für Winterbekleidung ausgeben, über was sich Kenianer niemals Gedanken machen brauchen.

Die Frage ist: Sind die Kenianer Gott dankbar für die natürlichen Ressourcen, die Gott unserem Land Kenia geschenkt hat?
Gleichermaßen gilt: Sind die Deutschen dankbar für ein funktionierendes System mit Mülltransport etc., das für Sauberkeit sorgt, sodass man nicht einmal ein Stück Papier irgendwo auf der Straße liegen sieht?

Sich das vorzustellen ist wirklich schwer für Afrikaner, aber in all den Jahren, die ich nun in Europa verbracht habe, ist es nicht einmal vorgekommen, dass ein Wasserhahn „trocken“ war oder langfristig Stromausfall herrschte.

Setzen wir, wie Eva, all diesen Segen als selbstverständlich voraus oder nehmen wir uns die Zeit, Gott dafür zu danken?

Sind wir dankbar für die täglichen Arbeiten, die unsere Ehepartner, unsere Angestellten oder auch unsere Pastoren für uns tun?
Noch viel wichtiger ist die Frage: Nehmen wir uns Zeit, um darüber nachzudenken, was Gott in unserem Leben gemacht hat und gerade tut?

Ein undankbares Herz ist der fruchtbare Boden für Satans Angriff und Verführung. Darauf wachsen sehr bald Murren, Rebellion und viele andere, dämonische Samen.

Evas Leben nach dem Fall ist eine Warnung dafür, wohin uns Undankbarkeit führen kann;

- Ihr Ehemann hat sie nicht mehr gefeiert, sondern sie stattdessen einfach nur noch toleriert…
(1.Mose 3:12) Da sagte der Mensch: Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, sie gab mir von dem Baum, und ich aß. (Elberfelder)
- Sie hat die Gemeinschaft mit Gott verloren.
- Sie wurde vom Überfluss Gottes getrennt, indem ein Engel des Herrn den Eingang zum Garten bewachte.
- Sie musste hilflos zusehen wie ihre beiden Söhne stritten, wie einer den anderen umbrachte und anschließend selbst verflucht wurde.
- Angst, Tod, Flüche und Krankheit etc. wurden Teil ihres alltäglichen Lebens.

Lasst uns die Absicht haben, dankbar zu jedem und für jeden zu sein. Dies wird uns vom Geist der Gier fernhalten, der unseren Gemeinden heutzutage quasi als Köder zugeschleudert wird.

Pastor James Kimani.
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